Schulsozialarbeit

Ein Jahr sozialraumorientierte Schulsozialarbeit an der Gutenbergschule

 

 

Rückblick, Zusammenfassung und Ausblick

Wir blicken nun auf ein Jahr Zusammenarbeit mit der Gutenbergschule im Rahmen der sozialraumorientierten Schulsozialarbeit zurück. Aus diesem Anlass möchten wir der Schule, den Lehrkräften und Eltern einen Einblick in unsere zurückliegende Arbeit geben.

Die gesammelten Erfahrungen, eigenen Einschätzungen und Rückmeldungen von Schule und Eltern fließen ein in die Vereinbarungen und Planungen für das jetzige Schuljahr. Diese Informationen sind hier auch aufgeführt.

 

Rückblick und Zusammenfassung

Die Konzeptvorstellung fand in der Lehrerkonferenz am 27.10.2010 und beim Schulelternbeirat am 23.09.2010 statt. Die Lehrkräfte und Eltern wurden über die Möglichkeiten und Zugänge der Schulsozialarbeit informiert, Angebote unsererseits wurden vorgeschlagen.

Unsere Erreichbarkeit (telefonisch, per E-Mail und in der offenen Sprechzeit in der Grenzallee) wurde allen mitgeteilt. Konkret wurden folgende Angebote an der Schule vereinbart:

Montags und freitags feste Sprechzeiten in den Räumen im Donnersbergring. Dienstags feste Sprechzeit in der Gabelsbergerstraße.
Projekttage können direkt bei uns von den Klassenleitungen angefragt werden.
Die Planung eines Elterntrainings wurde vereinbart.
Einzelfallhilfe für SchülerInnen und Familien wird nach Bedarf bei uns angefragt.
Lehrkräfte wenden sich bei Bedarf an uns.
Mitarbeit beim Trainingsraum.
Eine Kollegin und ein Kollege von der Mobilen Praxis waren die ersten Ansprechpersonen vor Ort.  Seit dem 28.4. fällt eine Kollegin krankheitsbedingt aus. Wir bemühten uns um Ersatz, so dass weitere Teamkolleginnen Aufgaben an der Gutenbergschule übernahmen. Wir konnten jedoch nicht für alle Aufgaben einen Ersatz stellen. Seit Juni haben wir eine weitere Kollegin im Schulsozialarbeiterteam, so dass der Gutenbergschule nun wieder alle planmäßigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden können. Die Stunden der erkrankten Kollegin werden nun zu 100 % ersetzt.

 

Folgende Angebote wurden umgesetzt:

Sprechzeiten

Die vereinbarten Sprechzeiten im Donnersbergring und in der Gabelsbergerstraße fanden statt. Sowohl SchülerInnen als auch Lehrkräfte nutzten dieses Angebot. Darüber hinaus haben die SchulsozialarbeiterInnen weitere Kontakte in der Schule zu Lehrkräften und SchülerInnen geknüpft, und sind als „Anlaufstelle“ bekannter geworden. Insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler nutzten das Angebot. Die Mehrzahl nahm mehrere Beratungen i Anspruch.

Von Lehrkräften wurden wir elfmal um Unterstützung gebeten. Darüber hinaus verwiesen Lehrkräfte sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Eltern auf das Angebot der Schulsozialarbeit.

Für 13 Eltern waren wir Kontakt- und Beratungsstelle. Sie kontaktierten uns z.T. mehrmals, um ihr die Lösung ihres Anliegens zu verfolgen.

 

Folgende Anliegen wurden formuliert, Bedarfe festgestellt und Hilfestellungen gegeben:

SchülerInnen: 1. Schülerin fühlt sich von Mitschülern gemobbt. 2. Schülerin bittet um Begleitung am Schulvormittag, wegen psychischer Probleme. 3. Schulverweigerungsverhalten einer Schülers soll verändert werden, durch regelmäßige Anbindung an Schulvormittagen an die Schulsozialarbeit. 4. Fortsetzung eines stabilisierenden Beratungsangebotes für eine Schülerin. 5. Aufgrund hoher Fehlzeiten ist der Schulabschluss gefährdet, Schülerin bittet um Unterstützung. 6. Schülerin fühlt sich in der Klasse gemobbt. 7. Fortsetzung eines Beratungs- und Klärungsprozesses mit Eltern und Klassenleitung wegen Mobbingsituation in der Klasse. 7. Regelmäßige Coachingtermine für Schülerin zur Verbesserung ihrer sozialen Situation in der Klasse.

Lehrkräften: 1.Anhaltende Konflikte mit einem Schüler in der Klasse, der dadurch von einem Unterrichtsausschluss gefährdet ist. 2. Lehrkraft bittet um Unterstützung, um zeitnah für ein Kind einen psychiatrischen bzw. therapeutischen Termin zu bekommen. 3. Massive Störungen und Verweigerungen im Unterricht, sowie häufiges Zuspätkommen des Schülers . 4. Vorlautes und störendes Verhalten im Unterricht, gemeinsam mit Schüler Verhaltensänderungen besprochen. 5. Massiver körperlicher Übergriff eines Mitschülers, der vom Opfer geleugnet wird. Die Schulsozialarbeiterin macht dem misshandelten Jungen Kontakt- und Beratungsangebote. 6. Beratungsbedarf einer Lehrkraft wegen eines aggressiven und uneinsichtigen Schülers. 7. Schulverweigerung einer Schülerin und die Frage welche Unterstützung kann es geben. 8. Auf Wunsch der Lehrkraft für Schülerin Kontakt zum Jugendmigrationsdienst hergestellt.

Eltern: 1. Bitte um Begleitung des Kindes, das wegen psychischer Probleme im Schulalltag überfordert ist und bis zur psychiatrischen Diagnostik in einer Klinik Unterstützung benötigt. 2. Sorge der Eltern, dass Kind würde in der Schule gemobbt. 3. Häusliche Probleme der Eltern, auf die das Kind mit der Drohung der Schulverweigerung und Hausaufgabenverweigerung reagiert. 4. Schulverweigerung des Sohnes mit der Bitte um Begleitung bei der Anbindung an eine andere Schulform. 5. Mutter formuliert Beratungsbedarf, um die regelmäßige Erledigung der Hausaufgaben ihrer Tochter konsequent zu begleiten. 6. Kontaktaufnahme zur Überprüfung vorangegangener Beratungsarbeit. 7. Eltern nehmen Kontakt auf, da ihr Kind in der Klasse ausgeschlossen wird und sich gemobbt fühlt. 8. Häusliche Probleme der Eltern mit dem Sohn. 9. Familiäre Probleme der Eltern und Sorgen um die schulische Entwicklung des Sohnes.

 

Projekttage und Projektangebote

Zu folgenden Themen wurden Projektangebote für Klassen entwickelt:

Mädchen und Jungen auf dem Weg… Ein geschlechtsspezifisches Angebot für Jungen und Mädchen
Der sichere Umgang mit meinem Handy. Ein medienpädagogisches Angebot für SchülerInnen.
Schwangerschaftsabbruch §218. Ein Informations – und Reflektionsangebot im Rahmen des Biologieunterrichtes.
Suchtprävention. Ein Informations- und Reflektionsangebot.
Konflikt- und Sozialkompetenztraining. Ein Angebot zur Erweiterung der Sozialkompetenzen.
Mobbing. Ein Angebot zur Erweiterung der Sozialkompetenzen auch im Klassenverband und zur thematischen Sensibilisierung.
Im Laufe des Schuljahres wurden sechs Projekte angefragt und durchgeführt.

Die Erarbeitung weiterer Themen ist erwünscht und jederzeit möglich. Die Durchführung von mindestens zwei bis drei Projekten im Monat ist zeitlich vorgesehen.

 

Elterntraining

Für das angefragte Elterntraining wurden uns sieben Eltern der Klassen 5 -8 genannt. An einem ersten Treffen im Dezember nahmen drei Eltern teil, deren Anliegen sich auf persönliche und familiäre Beratung bezog. Das Elterntraining (6 Abende, zur Stärkung der Erziehungskompetenz) zur Bearbeitung der Anliegen wurde als wenig geeignet eingeschätzt. Einzelberatungstermine fanden im Anschluss statt. Das geplante Elterntraining wurde deshalb nicht durchgeführt.

 

Mitarbeit im Trainingsraum

Bei dem neu konzipierten und installierten Trainingsraumangebot an der Gutenbergschule beteiligte sich die Schulsozialarbeit auf zwei Ebenen. Auf der fachlichen Ebene unterstützen wir durch eine Fortbildungseinheit die Einführung des Konzeptes im Trainingsraumteam. Auf der praktischen Ebene deckten wir mehrere Wochenstunden Präsenz im Trainingsraum ab.

Durch diese Mitarbeit entstanden wertvolle Kontakte zu Lehrkräften und SchülerInnen zur weiteren Zusammenarbeit.

 

Beteiligung bei Veranstaltungen

Am Tag der offenen Tür, 11.12.2010 informierten wir mit einem Stand über das Angebot der Schulsozialarbeit.

Am Bauernmarkt am 21.05.2011 präsentierten wir gemeinsam mit der Schule auf dem Eberstädter Marktplatz das Angebot der Schulsozialarbeit.

Bei der Ausbildungsmesse auf dem Gelände des Creativhofes Grenzallee am 27.05.2011beiteiligten wir uns bei der Organisation und Durchführung. Dabei unterstrichen wir die Wichtigkeit von guter Begleitung bei Übergang von Schule zum Beruf.

 

Aktuelle Planung

Mediationsprojekt: Im September beginnt der Aufbau einer Schüler-Mediatorengruppe. Ziel ist es, SchülerInnen der fünften und sechsten Klassen in Streitschlichtung auszubilden. In wöchentlichen Treffen wird diese Gruppe sozialpädagogisch begleitet. Bei Bedarf ist die Schulsozialarbeiterin Frau Schwerer auch außerhalb dieser Zeit erreichbar. Die Schülermediatoren sollen von der gleichaltrigen Schülerschaft zur Konfliktlösung genutzt werden, um so zu einer Verbesserung des schulischen Klimas beizutragen.

Präsenzzeiten: An vier Tagen in der Woche (zwei Tage im Donnersbergring und zwei Tage in der Gabelsbergerstaße) sind die Schulsozialarbeiter vor Ort. Sie stehen SchülerInnen für deren Anliegen zur Verfügung, stehen mit Lehrkräften im Kontakt und begleiten auf Wunsch von Lehrkräften Schüler im Unterricht.

Unterrichtsbegleitung: An den Präsenztagen begleiten die SchulsozialarbeiterInnen zu vereinbarten Zeiten den Unterricht auf Wunsch der Lehrkräfte. Ziel ist es eine gute Unterrichtsatmosphäre zu erhalten, in der Lernen gut möglich ist.

Förderangebote für Gruppen: Geplant ist bisher die Durchführung von zwei speziellen Gruppenangeboten.

Zum einen für durch Lehrkräfte ausgewählte Schüler die durch praktische Unterstützung erlernen sollen, Ordnung und vollständige Materialien in den Schulmaterialien und dem Schulranzen zu erreichen.

Ein weiteres Gruppenangebot wird zur Erweiterung der Sozialkompetenzen stattfinden. In dieser Gruppe lernen Schüler ihr Verhalten zu reflektieren und alternative Handlungsstrategien im Umgang mit Lehrkräften und Mitschülern einzuüben.

Des Weiteren stehen wir wie bisher für Projetangebote für Klassen zur Verfügung.

Für Einzelfallhilfe für SchülerInnen und Beratungsangebote für Eltern und Lehrkräfte sind wir ansprechbar und stellen auch in diesem Rahmen unsere fachlichen und persönlichen Kompetenzen gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf eine gute Weiterarbeit mit den SchülerInnen, Lehrkräften und Eltern.

 

Wir sind erreichbar:

Mobile Praxis gemGmbH
Schulsozialarbeit

Grenzallee 4-6 hier: offene Sprechzeit immer montags von 13:30 Uhr bis 14:30 Uhr
64297 Darmstadt

Mobilepraxis-schule@gmx.de

06151- 5048014 oder mobil: Ute Gschwend  0157 – 83036754

Im September beziehen wir unsere neuen eigene Räume in Eberstadt-Mitte, Heidelberger Landstr. 228.